Animierte GIF's, was man weiß...was man wissen sollte.

Erstellung und Nachbearbeitung

 

Im heutigen Zeitalter des Internets, werden immer mehr animierte GIF's verwendet.
Was sind eigentlich animierte GIF's?

In Prinzip sind animierte GIF's nichts anderes wie Zeichentrickfilme. So wie diese müssen animierte GIF's ebenfalls in einzelnen Sequenzen (Frames) erstellt und anschließend zusammengefügt werden.

Welche Software eignet sich jetzt dafür? In Prinzip jede Art von Software, die das GIF-Format speichern oder exportieren kann.
Zum Zusammenführen kann dann z.B. der Microsoft GIF-Animator verwendet werden. Eine elegante Lösung ist natürlich z.B. Photoshop mit Image Ready. 

Beim Erstellen der einzelnen Grafiken (Frames) in einem Grafikprogramm (z.B. Corel Draw) muss dann jedes einzelne Bild als GIF exportiert werden. Wichtig dabei ist, dass die Grafik auch als "normale Grafikdatei" gespeichert wird. Denn nur dann ist eine nachträgliche Änderung problemlos möglich.
Diese Verfahrensweise empfiehlt sich auch für die Bildbearbeitungsprogramm, obwohl dort mit Ebenen gearbeitet werden. So schön diese Ebenenfunktion ist, so viele Nachteile hat sie auch bei der Erstellung von animierten GIF's.

Wird bei der Erstellung (Zusammenführung der einzelnen Frames) z.B. mit dem Microsoft-Animator gearbeitet, erkennt dieser die Ebenen nicht. 

Nun können die einzelnen Frames (Bild 2 bis Bild 5) zusammengeführt und dabei auch die Zeit festgelegt werden.

Dies erfolgt beim Microsoft-Animator durch laden der einzelnen Frames, bei Adobe Image Ready durch Importieren von "Ordner als Frames" (hierbei müssen die GIF's 2-5 in einem Ordner liegen).

Es kommt doch immer wieder vor, dass ein animiertes GIF, warum auch immer, bearbeitet werden sollte.

Dies kann nur in einem Bildbearbeitungsprogramm erfolgen. Dazu muss zuerst das GIF z.B. in Image Ready geöffnet werden und die Frames als Ebenen in Photoshop exportiert werden. Dort liegen sie dann als einzelnen Ebenen zur Bearbeitung bereit. Allerdings nur mit einer Auflösung von 72 dpi. 

Gerade bei kleinen GIF's ergeben sich hier Probleme. Die einzelnen Pixel lassen sich so fast gar nicht bearbeiten. Daher ist es notwendig, die Auflösung auf min. 300 dpi zu interpolieren. Nun kann das GIF bearbeitet werden. Anschließend wieder auf 72 dpi ändern und speichern.

Nun steht einer neuen Erstellung als animiertes GIF in Image Ready nichts mehr im Weg.

Wird aber dazu der Microsoft-Animator verwendet, muss vorher in Photoshop wieder jeweils ein einzelnes GIF pro Bild (Frame) erzeugt werden.

In der Ebenenfunktion bei Photoshop werden jetzt untereinander alle Ebenen des GIFs angezeigt. Um nun einzelne GIFs zu erzeugen müssen die nicht benötigten Ebenen gelöscht werden. Nach der Löschung der Ebenen nicht speichern! Sondern jetzt die verbliebene Ebene als GIF exportieren. 

Anschließend über die Funktion "einen Schritt zurück" wieder alle Ebenen herholen und wieder die Ebenen löschen, die für das nächste Frame nicht benötigt werden. Dann wieder als GIF speichern.
Diesen Vorgang solange wiederholen, bis alle Frames gespeichert sind.

Bei der Erstellung von animierten GIF's in Photoshop empfiehlst es sich, ebenfalls mit einzelnen Frames zu arbeiten und diese als PSD und GIF abzuspeichern. So lassen sich später auch diese Frames wieder problemlos öffnen und bearbeiten.

Soll bei einem animierten GIF mit einem farbigen Hintergrund gearbeitet werden, sollte dieser Hintergrund als einzelner Frame abgespeichert werden. Dies hat den Vorteil, dass dadurch die gesamte Datei anschließend klein bleibt. Bei der Umsetzung in Image Ready braucht dann nur noch bei den anderen Frames der Hintergrund zusätzlich eingeblendet werden.

Hier das Smilie ohne Hintergrund:          

und hier mit einfachem Hintergrund:        

und hier mit wechselndem Hintergrund:  

 

Auf diese Art und Weise lassen sich auch dann ohne Schwierigkeiten noch andere Effekte einbauen.